BMW-Daimler-Kooperation für zukünftige Projekte

Published on: 27-Mar-2019
Category: Trading
Last updated: 27-Mar-2019

BMW-Daimler-Kooperation für zukünftige Projekte

BMW und Daimler überlegen, für das autonome Fahren gemeinsam Autos zu bauen, um Kosten zu senken und der Konkurrenz aus dem Silicon Valley entgegenzutreten.

Auch wenn die beiden Unternehmen seit Jahren Rivalen sind, wird derzeit über eine Kooperation gesprochen. Das wichtigste Thema dieser Gespräche ist die Zusammenarbeit beim autonomen Fahren. Damit sollen Kosten in der Entwicklung von Betriebssystemen und Produktionskosten in Milliardenhöhe gesenkt werden.

Beide Unternehmen haben ihre besten Jahre hinter sich und brauchen einen guten Plan für die Zukunft. Die Absatzzahlen stagnieren, die Gewinne sinken und die Kosten steigen, außerdem sind die Aktienkurse weiterhin am Boden. Das ist auch dem BMW-Chef Harald Krüger und Daimlers Entwicklungsvorstand und zukünftigem Daimler-Chef Ola Källenius klar. Die beiden Unternehmen könnten es VW und Ford gleichtun und im Bereich des führerlosen Fahrens und der Elektromobilität eine Kooperation eingehen. BMW und Daimler wollen daher auch in anderen Bereichen zusammenarbeiten, wie z.B. der Beschaffung von Komponenten oder der Batteriezellenproduktion.

Doch es gibt auch Gegenstimmen, die an der Rivalität der beiden Unternehmen festhalten oder aber kartellrechtliche Konsequenzen befürchten. Jedoch wird zumindest beim Thema autonomes Fahren eine Zusammenarbeit unabdingbar sein, um gegen Konkurrenten aus den USA wettbewerbsfähig zu bleiben. BMW hat sich derzeit mit Intel und dem Tochterunternehmen Mobileye verbündet und Mercedes hat sich Bosch als Partner geholt. Beide wollen bis 2021 ein Auto entwickeln, dass das autonome Fahren beherrscht und zumindest gewisse Strecken ohne Fahrer auskommt.

Diese anfänglichen Projekte reichen allerdings nicht aus, um mit dem Fahrdienstvermittler Uber und Waymo zu konkurrieren. Waymo wurde als Tochterunternehmen von der Google-Mutter Alphabet gegründet und möchte seine Software zum globalen Betriebssystem der Autoindustrie machen. Anders als in den USA haben sich Uber und Waymo in Europa noch nicht als führende Plattformbetreiber durchgesetzt, weshalb BMW und Daimler hier ihre Chance nutzen wollen.

Den Anfang haben Daimler und BMW zusammen mit Audi schon im Jahr 2015 gemacht, als sie den Kartenanbieter Here gekauft haben, dessen Daten es mit denen von Google aufnehmen können. Ende 2018 haben BMW und Mercedes ihre Carsharing-Projekte „DriveNow“ und „Car2go“ zusammengeführt, um in Europa Uber und anderen Fahrdienstvermittlern entgegenzutreten.

Die Gespräche über eine Kooperation befinden sich allerdings noch am Anfang, weshalb ein erfolgreicher Abschluss noch einige Zeit dauern wird. Man sollte jedoch nicht zu lange warten, da Waymo seinen Vorsprung immer weiter ausnutzt.


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