Coronavirus trifft Finanzmärkte

Published on: 27-Jan-2020
Category: Trading
Last updated: 27-Jan-2020

Coronavirus trifft Finanzmärkte

Der in China aufgetretene Virus zeigt Auswirkungen auf die internationalen Aktien- und Rohstoffmärkte. Mittlerweile sind durch die neuartige Lungenkrankheit bereits 80 Menschen gestorben. Auch in Europa sind die ersten Infektionen aufgetreten.

Die Sorge um weitere Ansteckungen hat nun auch die Anleger erreicht. Der deutsche Leitindex Dax erlebt seit Freitag einen starken Rückgang. Mit einem Minus von 2,27 Prozent hat er momentan nur noch 13268 Punkte und entfernt sich deutlich vom kürzlich erreichten Rekord. Auch in Asien hat der Virus die Anleger verschreckt. Der Nikkei 225 aus Tokio ist um 2 Prozent auf 23343 Punkte gesunken und auch der breiter angelegte Topix-Index aus Japan hat 1,6 Prozent verloren. In Südkorea hat der Kospi-Index ebenfalls ein Prozent verloren.

Am Montag hat der Virus die Werte der Luftfahrtgesellschaften stark geschwächt. Die Aktie der Lufthansa verliert mehr als vier Prozent und rutscht auf 13,78 Euro und auch Airfrance-KLM geben 3,6 Prozent nach. Innereuropäische Fluggesellschaften reagieren nur mit einem Minus von zwei Prozent.

Die Ölpreise haben ebenfalls auf die Ausbreitung des Virus reagiert. Die Nordseesorte Brent hat 2,53 Prozent nachgegeben und notiert bei 59,04 Dollar je Barrel. Die amerikanische Leichtölsorte WTI verzeichnet ein Minus von 2,71 Prozent und einen Preis von 52,73 je Barrel. Auch die Kurse anderer Rohstoffe, wie von Schwermetallen, Weizen, Mais oder Soja gaben aufgrund einer erwarteten niedrigeren Nachfrage stark nach. Der Goldpreis stieg, wie in jeder Krisenzeit an. So kostet die Feinunze gerade 1580 Dollar und auch einige Währungen können ihren Wert steigern. Der Schweizer Franken gilt ebenfalls als sichere Geldanlage. Dadurch ist der Euro jedoch auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gerutscht.


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