Futures
Futures sind standardisierte, börsengehandelte Kontrakte über den Kauf oder Verkauf eines Basiswerts an einem künftigen Termin zu einem heute festgelegten Preis. Sie dienen der Absicherung und Spekulation.
Ca. 2 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 9. Oktober 2026
Futures gehören zu den bekanntesten und meistgehandelten Derivaten. Ein Future-Kontrakt ist eine verbindliche Vereinbarung, einen Basiswert – etwa einen Aktienindex, eine Staatsanleihe, eine Währung oder einen Rohstoff – an einem festgelegten künftigen Termin zu einem heute fixierten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Anders als individuell ausgehandelte Forwards sind Futures standardisiert und werden an einer Börse gehandelt, wo eine Clearingstelle als Gegenpartei für beide Seiten auftritt.
Futures wurden ursprünglich geschaffen, um sich gegen Preisänderungen abzusichern. Ein Weizenbauer etwa kann Futures verkaufen, um sich einen Preis für die kommende Ernte zu sichern, während eine Mühle sie kaufen kann, um ihren Einkaufspreis festzuschreiben – eine klassische Form des Hedgings. Die Preise bilden sich allein durch Angebot und Nachfrage, und beide Parteien sind ohne weitere Bedingungen zur Erfüllung des Vertrags verpflichtet. In der Praxis werden die meisten Positionen vor dem Verfall glattgestellt, statt durch Lieferung erfüllt zu werden, und viele Kontrakte, etwa Index-Futures, werden bar abgerechnet.
Margin und Hebel
Futures werden auf Margin-Basis gehandelt: Statt den vollen Kontraktwert zu zahlen, hinterlegen Trader eine Initial Margin, und Gewinne und Verluste werden täglich abgerechnet. Dadurch entsteht ein Hebel. Kauft ein Trader einen Kontrakt bei 100 Punkten und steigt der Kurs auf 105, beträgt der Gewinn 5 Punkte multipliziert mit dem Punktwert des Kontrakts; fällt der Kurs auf 95, wird der Verlust auf die gleiche Weise berechnet. Schon kleine Kursbewegungen können daher im Verhältnis zum hinterlegten Kapital zu großen Gewinnen oder Verlusten führen, und Verluste können die Initial Margin übersteigen.
Beliebte Futures-Märkte
Liquide Futures, also solche, die häufig gehandelt werden, eignen sich wegen ihrer Transparenz besonders gut als Handelsinstrumente. Besonders beliebt sind Futures auf große Aktienindizes wie den DAX, den Dow Jones Industrial Average, den S&P 500 und den Euro Stoxx 50. Auch Zinsfutures auf deutsche und US-amerikanische Staatsanleihen, etwa der Euro-Bund-Future und der 10-Year-T-Note-Future, bieten eine besonders hohe Liquidität.
Cashback-Bezug
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Weitere Begriffe.
- DerivateDerivate sind Finanzkontrakte, deren Wert von einem Basiswert wie einer Aktie, einem Index, einer Währung oder einem Rohstoff abhängt. Sie dienen der Absicherung und der Spekulation.
- HedgingHedging ist eine Strategie, um Portfolios, Positionen oder Geschäftstätigkeiten mit einer Gegenposition gegen ungünstige Kursbewegungen abzusichern, meist mit Derivaten wie Futures.
- MarginDie Margin ist die Sicherheitsleistung, die ein Trader beim Broker hinterlegen muss, um gehebelte Positionen zu eröffnen und zu halten. Je niedriger die Margin-Anforderung, desto höher der Hebel.
- RohstoffeRohstoffe sind Grundstoffe und Primärprodukte wie Rohöl, Metalle und Agrargüter. Privattrader handeln ihre Preise meist über Derivate.